Anmerkung: Natürlich kannst Du über das Web mit einem anderen Rechner die Homepage von NetBSD) zugreifen. Aber ich glaube nicht, dass das Lesen dieser Seiten ein geeigneter Weg ist, das System kennenzulernen.
Nach der Installation wirst Du ein paar NetBSD- Guides im »/usr/share/doc«- Verzeichnis finden. Diese sind in drei Bereiche unterteilt: »psd«(UNIX Programmer's Supplementary Documents), »smm« (UNIX System Manager's Manual) und »usd« (UNIX User's Supplementary Documents). Du kannst die Texte auf der Konsole lesen, hier ein Beispiel:
$ cd /usr/share/doc/smm/09.sendmail
$ nroff -me 09.sendmail/intro.me | more
...oder Du erzeugst einen Postscript- Output mit Hilfe der Makefiles.
Es ist unbestreitbar, dass es einen gewissen Mangel an HOWTOs gibt. Aus
diesem Grund solltest Du für die meisten ein Make durchführen.
Die NetBSD- Release beinhaltet ein paar Dokumente im Textformat. Und
auf der NetBSD- Website findest Du weitere Informationen und FAQs.Originaldokumentation: Die NetBSD- Website verfügt über verschiedene Seiten mit Dokumentationen und HOWTOs sowie über plattformspezifische Informationen. Diese Sachen sind gut geschrieben und normalerweise leicht zu verstehen. Hier sin ein paar Beispiele:
Wie man auf eine DOS/Windows- Partition zugreift
Wie NetBSD mit dem Windows NT- Bootloader gestartet wird
...
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Die »reale Geometrie« der Platte ist die Geometrie, die das System aus der Hardware ermittelt. Die »BIOS«- Geometrie ist die, die das BIOS benutzt. Diese kann sich von der realen unterscheiden (Beispiel: Das BIOS kann die Platte mittels LBA remappen). Die Platte, die wir bei der Installation benutzen, ist ein IDE-Modell mit diesen Daten:
real: 6232 cyl, 16 heads, 63 sec
BIOS: 779 cyl, 128 heads, 63 sec (LBA)
Wie Du sehen kannst, remappt das BIOS die Platte mittels LBA. Die Anzahl der
Zylinder wird dabei reduziert und die Anzahl der Köpfe erhöht (Aber
das Ergebnis ist das Gleiche: 6232*16=779*128=99712). Zu einem Sektor
gehören 512 Byte, was bedeutet, dass die Platte 6232*16*63*512= 3GB gross
ist. NetBSD muss die Geometrie nicht remappen (und wird es auch nicht tun).
Während der Installation kann die Geometrie manuell geändert werden,
wenn sysinst sich geirrt haben sollte.
Anmerkung: Die Bedeutung der Partitionen »c« und »d« ist typisch für den i386- Port. Andere Ports benutzen andere Konventionen (Bsp.: »c« repräsentiert die ganze Platte).
Anmerkung: Wenn NetBSD die Platte mit einem anderen OS teilen muss (wie im vorigen Beispiel), musst Du möglicherweise einen Bootmanager installieren; ein Programm also, dass Dir die Wahl des zu startenden Betriebsystems beim Bootvorgang erlaubt. Sysinst kann einen einfachen und effektiven Bootmanager installieren.
Wenn Windows NT auf der selben Platte installiert ist, kannst Du den NT- Bootmanager benutzen, um NetBSD zustarten. Ein einfacher Weg, um das einzurichten, ist auf der NetBSD- Website beschrieben.
Filesystem 1K-blocks Used Avail Capacity Mounted on
/dev/wd1a 31887 16848 13444 56% /
/dev/wd1e 363507 173202 172129 50% /usr
Wie Du sehen kannst, hast Du noch 180 MB übrig.
nach oben
Notiz: Wenn Du ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk hast, brauchst Du keine Installationsdiskette: Schalte die«Boot from CD-ROM« in Deinen BIOS- Einstellungen ein; lege die CD ein und starte die Maschine neu. Diese Optionen gibt es eventuell nicht auf älteren Maschinen.Bevor Du installierst, musst Du die Installationsdiskette erstellen, indem Du das Floppy- Image von der CD-ROM auf eine Diskette kopierst. Um das in DOS durchzuführen, kannst Du das »rawrite«- Programm im »i386/installation/mic«- Verzeichnis verwenden. Die Imagedatei ist »i386/installation/floppy/boot.fs«.
| Bevor Du damit anfängst, stelle sicher, dass die Installationsdisketten in Ordnung sind. Dieser Aspekt wird oft übersehen und kann Dir eine Menge Ärger ersparen. |
# cd i386/installation/floppy
# dd if=boot.fs of=/dev/fd0a bs=36b
»dd« kopiert
512-Byte- Blöcke: Die »bs=36b«- Option kopiert 35
Blöcke auf einmal; Der Effekt ist, dass die Operation dann
etwas schneller geht.
Notiz: Eine 1440k- Floppy besitzt 1474560 Bytes, die sich auf 80 Zylinder, 2 Spuren, 18 Sektoren und 512 Byte pro Sektor verteilen (80*2*18 = 2880 Blöcke). Das »bs=36b« kopiert einen Zylinder (18*2 Blöcke) gleichzeitig und wiederholt die Operation 80 mal anstatt 2880 mal...
ne0 at isa? port 0x280 irq 9 # NE[12]000 ethernet cards
ne1 at isa? port 0x300 irq 10
Wenn Deine Netzwerkkarte anders eingestellt ist, wird der Kernel sie
nicht finden (nach der Installation kannst Du allerdings einen
eigenen Kernel mit Deinen Einstellungen kompilieren).
Wo Du gerade dabei bist, solltest Du auch nach den anderen Harwaredetails
Ausschau halten, wie die Anzahl der seriellen und parallelen Ports
etc.. Das wird für die Installation zwar nicht verlangt, aber es
kann später von Nutzen ein. Vergleiche Deine Einstellungen mit
denen, die in der »INSTALL«- Datei stehen.
Hinweis: Du kannst auch installieren, wenn Du die Geometrie Deiner Platte nicht kennst; genau, wie Du die anderen Details der Maschine nicht genauestens kennenmusst; Du musst Dich dann allerdings darauf verlassen, dass sysinst alles richtig macht.nach oben
Bild 3-2. Der Beginn der Installation

Wenn die Maschine mit dem Booten fertig ist, wirst Du Dich im Hauptmenü des Installationsprogramms wieder finden, wie in Bild 3-2 gezeigt. Wundere Dich nicht über das spartanische Aussehen von sysinst: es ist ein wirklich leistungsfähiges und flexibles Programm. Ab hier solltest Du den Anweisungen auf dem Bildcschirm folgen und das »INSTALL«- Dokument als Referenz benutzen. Die verschiedenen sysinst- Bildschirme besitzen alle mehr oder weniger dasselbe Layout: Im oberen Teil des Monitors wird eine kurze Beschreibung der aktuellen Operation oder eine kurze Hilfestellung gegeben; der mittlere Teil zeigt die aktuellen Einstellungen, die NetBSD gefunden hat und unten findet sich ein Menü, aus dem Du verschiedene Punkte wählen kannst. Die »Install«- Wahl bringt Dich auf den nächsten Bildschirm, (Bild 3-3) auf dem Du die Installation bestätigst.
Bild 3-3. Bestätigung der Installation
Nachdem Du Dich für »continue« mit Option b entschieden hast, is es Zeit, festzulegen, auf welche Festplatte NetBSD installiert werden soll. Wenn es mehr als eine Platte gibt, zeigt sysinst eine Liste mit allen vorhandenen Platten, von denen Du Dir eine aussuchen kannst In unserem Beispiel haben wir nur eine Festplatte und das Installationsprogramm zeigt uns nur eine informelle Nachricht, zu sehen in Bild 3-4.
Info: Die Informationen auf diesem Bildschirm sind abhängig von Typ und Anzahl der auf dem System installierten Platten.
Bild 3-4. Eine Platte auswählen
Als nächstes zeigt sysins die BIOS- Geometrie für die gewählte Platte. Du kannst das als korrekt bestätigen oder, falls das Installationsprogramm im Irrtum ist, neue Werte von Hand eingeben.
6232 cyl, 16 heads, 63 sec (6232 x 16 x 63 = 6281856 total sectors)
1 sector = 512 bytes
1 track = 63 sectors = 63 * 512 bytes = 32 K
1 cylinder = 16 * 63 * 512 bytes = 504 K
Bild 3-6. Auswahl des Partitionsschemas
Der nächste Schritt, der in Bild 3-7 gezeigt wird, ist die Auswahl einer Masseinheit für die Partitionierung der Platte: Sektoren bieten einem hier die grösste Flexibiltät und Präzision (Es ist für gewöhnlich aus Performancegründen besser, die Partitionsgrössen an die Zylinder zu binden. Zumindest für ältere Platten gilt das.). Megabytes sind allerdings einfacher und »intuitiver« zu benutzen, weil man sich so ein bisschen Rechenarbeit erspart. Bild 3-7. Masseinheit auswählen
In diesem Tutorial werden wir allerdings Sektoren verwenden, weil ihr Gebrauch für Lehrzwecke geeigneter ist. Option »c« bringt Dich auf den fdisk- Bildschirm. Bild 3-8. fdisk
Bild 3-8 zeigt die Situation auf der Festplatte vor der Installation von NetBSD. Da sind schon vier primäre Partitionen: Auf einer liegt DOS/Windows und zwei sind von GNU/Linux belegt. Es gibt keinen freien Platz auf der Platte: Die »End«- Spalte von Partition 2 zeigt, dass die 6281856 Sektoren der Platte vollständig belegt sind.
Hinweis: Im fdisk- Bildschirm wird folgende Formel angezeigt:
Start(sec) + Size(sec) = End(sec)
Das bedeutet, dass die »End(sec)«- Spalte einer Partition der »Start(sec)«- Spalte der nächsten entspricht, was nicht sehr intuitiv ist, weil der Sektor in der »End(sec)«- Spalte einer Parttion aktuell schon der nächsten gehört. Disklabel benutzt eine andere (und logischere) Konvention.Um Platz zu schaffen, müssen die beiden Debian GNU/Linux- Partitionen dran glauben; die letzte zuerst. Sysinst zeigt einen Bildschirm, auf dem die vorhandenen Daten für eine Partition geändert werden können und Bild 3-9 zeigt die aktuellen Daten für Partition 2.
Bild 3-9. Löschen einer Partition
Um eine Partition zu löschen, wird »unused« mit der Option »a« gewählt; anschliessend verlässt Du mit der Option »b« die »Start« und »Size« - Felder im leeren Zustand (einfach Enter drücken). Zum Schluss bestätigst Du den Typ »unused« mit der Option »d«; un schon bist Du wieder im fdisk- Hauptbildschirm, in dem Pertition nun leer ist. Benutze dieselbe Methode, um Partition 2 und 1 zu löschen. Lasse nur Partition 0 auf der Platte (Bild 3-10).
Bild 3-10. Gelöschte Partition
Nur die DOS/Windows- Partition bleibt in der Grösse von 2088516 Sektoren erhalten, was 1029 MB entspricht (etwas mehr als 1 Gigabyte). Der freie Platz ergibt sich aus der Gesamtzahl der Sektoren abzüglich des von DOS/Windows genutzen und dem Endsektor der DOS- Partition (Die Zahl in der »End(sec)- Spalte):
6281856 - 2088579 = 4193277 sectors = 2047 MB frei auf der Platte
Hinweis: Die DOS- Partition beginnt bei Sektor 64 und nicht bei Sektor 0, wie Du vielleicht glaubst. Ds ist nicht ungewöhnlich: Die erste Spur (63 Sektoren) ist reserviert. Auf Spur 0, Sektor 1 der Platte ist der Master-Boot-Record (MBR). Wenn das System das BIOS gebootet hat, lädt das BIOS den MBR von der Platte in den Speicher, ermittelt, welche Partition aktiv ist und lädt den Bootsektor dieser Partition in den Speicher, um um ihm dann das Heft zu übergeben. Dann startet der Bootsektor das Betriebssystem auf seiner Partition.Wenn Du jetzt die Option »b« verwendest, wird eine neue Partition für NetBSD erstellt, die am Ende der DOS- Partition beginnt. Um diese neue Partition zu erstellen, müssen diese Informationen vorhanden sein:
Bild 3-11. Die fertigen Partitionen
Hinweis: sysinst für NetBSD 1.5 prüft auch die Start- und Endsektoren der unbenutzten Partitionen; nur die Information darüber wird nicht auf dem Bildschirm ausgegeben. Deshalb kann es passieren,dass das Programm eine Warnung über überlappende Partitionen ausgibt, besonders, wenn alles auf dem Schirm korrekt erscheint. Ich rate dazu, die Startsektoren und die Grössen der Partitionen genau anzugeben.Wenn Du in der Partitionerung einen Fehler gemacht hast (vielleicht überlappen sich da ja zwei Partitionen); wird sysinst eine Nachricht ausgeben und empfehlen, zum fdisk- Menü zurückzugehen (es ist aber auch erlaubt, weiterzumachen). Wenn die Daten auf der NetBSD- Partition korrekt sind, aber die NetBSD- Prtition ausserhalb der Sektoren liegt, die das BIOS booten kann, warnt sysinst Dich und fragt, ob Du irgendwie weitermachen willst. Das kann bei älteren PCs zu Problemen führen: Der PC in unserem Beispiel bekommt diese Warnung, bootet aber perfekt. Es ist nicht möglich, hier eine generelle Regel zu setzen (hägt vomBIOS ab). Wenn der PC nicht sehr alt ist, kannst Du die Warnung meistens ignorieren und mit der Installation fortfahren.
Anmerkung: Das ist kein von NetBSD gesetztes Limit. Einige alte BIOSe können nicht von einer Partition booten, wenn sie oberhalb des 1024. Zylinders liegt. Um das Problem voll und ganz zu verstehen, solltest Du die verschiedenen BIOSe und die vielen Adressschemata untersuchen, die sie verwenden (phylikalische CHS, logische CHS, LBA usw...). Diese Dinge werden in diesem Guide nicht beschrieben.
Mit den meisten neueren BIOSen, die int13- Erweiterungen unterstützen, ist es möglich NetBSD auch von Partitionen zu booten, die ausserhalb der ersten 8 GB der Festplatte liegen, vorausgesetzt, der NetBSD- Bootselector ist installiert.Wenn die Daten korrekt sind und sysinst herausfindet, dass da mehr als ein Betriebssystem auf der Festplatte installiert ist, bietet es an, ein Bootmenü auf der Platte zu installieren. Mit dem Installationsprogramm kannst Du beides tun: Den Bootmanager installieren und ihn konfigurieren. Du musst nur die Zeichen angeben, die im Bootmenü für jedes Betriebssystem beim Systemstart ausgegeben werden. Ausserdem musst Du angeben, weches System beim Start als Defaultwert hochgefahren werden soll, wenn der Benutzer keine Auswahl trifft. Dieser Bildschirm wird in Bild 3-12 gezeigt.
Hinweis: Du kannst mit den »> und »<«- Tasten navigieren, wenn die Funktionstasten nicht funktionieren.
Bild 3-12: Konfiguration des Bootselektors
Wähle die Partitionen aus, auf die der Bootmanager zugreifen soll und definiere einen Namen für den Menünamen mit Hilfe der Optionen »a« bis »d«. In der Menü- Eintragsspalte solltest Du einen Eintrag für jede bootfähige Partition sehen, wie in Bild 3-13 zu sehen ist.
Bild 3-13. Konfiguration des Bootmanagers
Mit Option »e« kannst Du die Zeit festlegen, die der Bootmanager warten soll, bis er weitermacht: Wenn eine definierte Zeitspanne ohne Auswahl des Users erreicht ist, wird von der als Defaultwert eingestellten Partition gebootet. Du kannst eine der folgenden als Defaultwerd nutzen:
Bild 3-14. Disklabel
Wenn Du zum erstenmal eine Installation durchführst, empfehle ich »a« oder »b«; und sysinst damit die Entscheidung über die Partitionierung zu überlassen. In diesem Beispiel wird das Leben allerdings etwas komplizierter, weil wir das Disklabel manuell ändern wollen (Nur zu Lehrzwecken natürlich).
Hinweis: Gerade wenn Du dem System die Entscheidung überlässt, ist es immer noch besser, das Disklabel sorgfältig zu überprüfen. Wenn der Platz auf der Platte unzureichend ist, ist das 2.5-sysinst intelligent genug, es herauszufinden und Dich zu warnen. Ältere Versionen taten das nicht und erstellten in aller Schweigsamkeit ungültige Partitionen.
Wenn das getan ist, brauchst Du nur alles für richtig zu befinden und zu bestätigen (mit Option »b«); damit ist Deine Arbeit erledigt. Stattdessen lass uns mal sehen, was zu tun ist, wenn die Swap- kleiner und die /usr«- Partition grösser werden sollen. Um die Grösse zu ändern wählst Du die »a«- Option: Im neuen Bildschirm wechseln wir die Masseinheit in Sektoren. Das Ergebnis siehst Du in Bild 3-16.
Bild 3-16. Modifikation des Disklabels (sec)
Die Identifikatoren der Partitionen sind standardisiert: Einige Buchstaben sind vordefiniert:
Anmerkung: Was unter einer Partition zu verstehen ist, kann sich von Port zu Port unterscheiden. In dieser Beschreibung geht es speziell um den i386- Port.Im Normalfall wirst Du die Partitionen »b« und »c« nicht ändern wollen. Es steht Dir aber frei, die Grössen und Mountpoints zu ändern und neue Partitionen zu ertellen (maximal 8, benutzt werden die Buchstaben e bis h). Wenn Du die Swap- Partition ändern willst, musst Du Partition »b« modifizieren. Du wirst auch Partition »e« ändern, so dass sie direkt hinter dem Ende der Partition »b« endet. Die Partitionen »c« und »d« bleiben unverändert. Du erstellst jetzt eine 150 MB (307200 Sektoren) grosse Swap- Partition; was bedeutet, dass »b« bei Sektor 2524032 startet und bei 2831231 (2524032+307200-1) endet:
id: Size Offset End FStype Bsize Fsize Mount point
--- ---- ------ --- ------ ----- ----- -----------
a: 435453 2088579 2524031 4.2BSD 8192 1024 /
b: 307200 2524032 2831231 swap
...
Der neue freie Platz geht an Partition »e«, die so
aussieht: Start: 2831232; Grösse: 3540624 und Ende:6281855.
Diese Werte werden wie folgt berechnet: »Start« ist der
Sektor, der unmittelbar auf den Endsektor von Partition »b«
folgt; »Ende« ist gelich dem letzten Sektor der NetBSD-
Partition; »Grösse« ergibt sich aus »Ende-
Offset + 1.
id: Size Offset End FStype Bsize Fsize Mount point
--- ---- ------ --- ------ ----- ----- -----------
a: 435453 2088579 2524031 4.2BSD 8192 1024 /
b: 307200 2524032 2831231 swap
...
e: 3450624 2831232 6281855 4.2BSD 8192 1024 /usr
Das Beispiel zeigt das Disklabel, das Du willst. Mit Option »b«
und »e« kannst Du die berechneten Daten eingeben.
Das ist in Bild 3-17 dargestellt.
Bild 3-17. Modifizieren einer NetBSD- Partition
Bild 3-18 zeigt das geänderte Disklabel
Bild 3-18. Modifiziertes Disklabel
Partitionsgrössen: Es ist sehr schwierig, eine generelle Regel für eine Entscheidung darüber zu geben, wie gross die einzelnen Partitionen und ihre günstigsten Grössen sein sollen: Das hängt davon ab, was der Computer tun soll (Server, Workstation, Mailserver...). Das ist der Grund für die Empfehlung, die von sysinst erzeugten Defaultwerte zu verwenden. Ein komplexer Server braucht wahrscheinlich eine weitaus ausgefeiltere Partitionierung. Darauf wissen die Leute Antwort, die öfter mit der Materie zu tun haben.Wenn Du mit den Resultaten zufrieden bist, kannst Du Option »x« anwählen, um die Sachen zu speichrn und das Programm zu verlassen. Du bist jetzt zurück in Bild 3-15, wo Du Option »b« anwählen kannst.
Hinweis: Alles, was Du bis hierher getan hast, wurde nicht auf der Platte abgelegt: Es ist Dir immer noch möglich, Deine Meinug zu ändern und zum sysinst- Huptmenü zurückzugehen, ohne irgendwelche Spuren auf der Platte zu hinterlassen.Sysinst wird jetzt die Partitionen und die Dateisysteme mit fdisk, newfs, fsck und installboot erstellen. Dann werden wir die NetBSD- Sets installieren.
Die ersten drei Sets sind obligatorisch: Ohne sie funktioniert das System nicht. Du kannst Die Installation der einzelnen Sets mit Hilfe der einzelnen Optionen festlegen. Anfangs sind alle Pakete für die Installation ausgewählt, was dasselbe ist wie die vorhin beschriebene »full«-Option. Lass alles so stehen und gehe zur nächsten Option: »x:Exit«. sysinst fragt Dich jetzt, ob Du während der Extraktion der Sets die Dateinamen sehen willst. Jetzt muss sysinst die NetBSD- Sets finden (die ».tgz«- Dateien). Du musst sysinst diese Information zukommen lassen. Das Menü bietet verschieden Möglichkeiten:
Bild 3-20. Installationsmedien
Die einzelnen Optionen werden im »INSTALL«- Dokument
detailliert beschrieben. Es ist auch möglich, von einem nicht
gemoutetem Dateisystem zu installieren (vorausgesetzt, dass der Typ
erkannt wird): Das heisst, dass es auch möglich ist,
alle Sets auf eine MS-DOS- Partition zu kopieren und von da aus die
Installation durchzuführen.
Bild 3-21. Installation von CD-ROM
Wenn Du »cdrom« anwählst, fragt sysinst nach dem Gerätenamen (z.B. »cd0«) und mountet es automatisch. Du solltest ausserdem den Pfadnamen ändern, wenn dieser vom Defaultwert abweicht. Beispiel: Wenn Die NetBSD- Distribution im »NetBSD-1.5«- Verzeichnis liegt, benutzt Du Option »b« wie hier:
/NetBSD-1.5/i386/binary/sets
Hinweis: Wenn Du keine US- Tastatur verwendest, solltest Du mit dem »/«- Zeichen vorsichtig sein... Siehe Sektion 3.3.1
Der CD-ROM- Gerätename: Wenn Du den Gerätenamen des Leufwerks nicht kennst, kannst Du ihn auf folgendem Weg herausfinden:
»CTRL-Z« drücken, um sysinst zu unterbrechen und zum Shellprompt zu kommen (nettes Feature!)
Gib dieses Kommando ein:
# cat /kern/msgbuf
Damit zeigst Du die Startup- Nachrichten des Kernels an, einschliesslich des CD-ROM- Gerätes (Beispiel: cd0)
Wenn das Display zu schnell scrollt, kannst Du den »ed«- Editor benutzen.
# ed /kern/msgbuf
Gehe mit diesem Kommando in das Installationsprogramm zurück:
# fg
Bild 3-22. Herzlichen Glühstrumpf!
Die Installation ist gelaufen. Mit sysinst kannst Du jetzt ein wenig Systemkonfiguration machen, bevor Du neu startest. Als erstes konfigurierst Du die Zeitzone und im nächsten Bildschirm erstellst Du das Passwort fü root. Jetzt ist es Zeit, das System neu zu starten. Wähle »a:ok« und gehe zurück in das Hauptmenü. Nimm die Bootdiskette aus dem Schlund Deines Laufwerks und Wähle Option »d: Reboot the computer«