Kapitel 3: Installation

Aus dem Inhalt:
3.1. Dokumentation
3.2. Das Layout einer NetBSD-Installation
3.3. Installation
3.4. Installationsbeispiel
Seitenende und Ausstieg

3.1. Dokumentation

Der Grossteil der NetBSD- Dokumentation wurde im Manpage-Format erstellt und ergibt eine hervorragende technische Referenz zum System. Ich will nicht leugnen, dass das nicht als Tutorial gemacht und gedacht ist (Abgesehen davon, kannst Du bei der Installation ohnehin nicht auf diese Seiten zugreifen). Das sind dann auch schon die zwei wichtigsten Gründe, warum es diesen Guide überhaupt gibt.

Anmerkung: Natürlich kannst Du über das Web mit einem anderen Rechner die Homepage von NetBSD) zugreifen. Aber ich glaube nicht, dass das Lesen dieser Seiten ein geeigneter Weg ist, das System kennenzulernen.

Nach der Installation wirst Du ein paar NetBSD- Guides im »/usr/share/doc«- Verzeichnis finden. Diese sind in drei Bereiche unterteilt: »psd«(UNIX Programmer's Supplementary Documents), »smm« (UNIX System Manager's Manual) und »usd« (UNIX User's Supplementary Documents). Du kannst die Texte auf der Konsole lesen, hier ein Beispiel:

$ cd /usr/share/doc/smm/09.sendmail
$ nroff -me 09.sendmail/intro.me | more
      
...oder Du erzeugst einen Postscript- Output mit Hilfe der Makefiles. Es ist unbestreitbar, dass es einen gewissen Mangel an HOWTOs gibt. Aus diesem Grund solltest Du für die meisten ein Make durchführen. Die NetBSD- Release beinhaltet ein paar Dokumente im Textformat. Und auf der NetBSD- Website findest Du weitere Informationen und FAQs.

Originaldokumentation: Die NetBSD- Website verfügt über verschiedene Seiten mit Dokumentationen und HOWTOs sowie über plattformspezifische Informationen. Diese Sachen sind gut geschrieben und normalerweise leicht zu verstehen. Hier sin ein paar Beispiele:

Zu allen NetBSD- Versionen gehüren auch die folgenden Dateien:
INSTALL
Installationshinweise: Das ist das wichtigste Dokument, das Du aufmerksam lesen solltest (Möglichst mehrmals). Darin steht eine Beschreibung des NetBSD- System, eine Liste mit der unterstützten Hardware und das allerwichtigste: Die Anleitungen zur Installation.
README.first
Das solltest Du auch lesen.
release.man
beschreibt die Struktur der NetBSD- Release, die Du installierst. Ist eine Textdatei im »man«- Layout: sie ist vorformatiert und kann mit jedem Editor gelesen werden.
Auf der NetBSD- Website findest Du, neben den anderen, folgende Guides:
NetBSD FAQ
Grundsätzliche Informationen und Links zu anderen FAQs.
NetBSD/i386 FAQ
NetBSD/i386 specifische FAQs.
Basic NetBSD Networking
Anleitung zu Netzwerk und PPP- Konfiguration.
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3.2. Das Layout einer NetBSD- Installation

Das Layout der Dateien einer NetBSD- Installation wird im dazugehöhrigen »INSTALL«- Text beschrieben. Die i386- Binaries befinden sich im »i386/binary/sets«- Verzeichnis und die Quellen im »source/sets«- Verzeichnis, um hier mal wieder ein Beispiel zu nennen. Im »source/patches«- Verzeichnis liegen die Patches für die Basisrelease, die für gewöhnlich Fehler oder Sicherheitsprobleme beseitigen, die nach dem Erscheinen der Release entdeckt worden sind.

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3.3. Installation

Das erste, was vor der Installation getan werden muss, ist es, die Release- Informationen und Installationshinweise zu lesen, die in »INSTALL« stehen: Das ist die offizielle Beschreibung der Installationsprozedur. Als nächstes solltest Du Dich jetzt entscheiden, von welchem Medium aus die Installation durchgeführt werden soll. Du hast die Wahl zwischen:

3.3.1. Tastatur

In sysinst kann das Tastaturlayout während der Installation nicht geändert werden. Wenn Du eine US- Tastatur hast, ist alles ok; für den Rest der Welt ist das zwar ein kleines Ärgernis, aber kein grosses Problem. Wenn Du von einer CD-ROM installierst, musst Du nur alphanumerische Tasten benutzen (die meistens dasselbe Layout haben). Nur an einigen Plätzen musst Du andere Tasten drücken. Ich hoffe, dass das Installationsprogramm der nächsten Release eine Änderung der Tastaturbelegung erlaubt; für den Moment kannst Du aber diese Tabelle verwenden, um Dich zu orientieren:

US

IT

DE

FR

-

'

ß

)

/

-

-

!

=

ì

'

-

:

ç

Ö

M

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ò

ö

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)

=

=

0

'

à

ä

ù

`

\

^

@

\

ù

#

`

Wenn Du eine non-US- Tastatur hast; ist das erste, was Du tun wirst, das Ändern des Layouts. Bis dahin muss ich aber noch um Geduld bitten.

3.3.2. Geometrien

Das Installationsprogramm kennt zwei Arten von Festplattengeometrien. Du solltest wissen, was sie bedeuten:

Die »reale Geometrie« der Platte ist die Geometrie, die das System aus der Hardware ermittelt. Die »BIOS«- Geometrie ist die, die das BIOS benutzt. Diese kann sich von der realen unterscheiden (Beispiel: Das BIOS kann die Platte mittels LBA remappen). Die Platte, die wir bei der Installation benutzen, ist ein IDE-Modell mit diesen Daten:

real:  6232 cyl,   16 heads,  63 sec
BIOS:   779 cyl,  128 heads,  63 sec   (LBA)
      
Wie Du sehen kannst, remappt das BIOS die Platte mittels LBA. Die Anzahl der Zylinder wird dabei reduziert und die Anzahl der Köpfe erhöht (Aber das Ergebnis ist das Gleiche: 6232*16=779*128=99712). Zu einem Sektor gehören 512 Byte, was bedeutet, dass die Platte 6232*16*63*512= 3GB gross ist. NetBSD muss die Geometrie nicht remappen (und wird es auch nicht tun). Während der Installation kann die Geometrie manuell geändert werden, wenn sysinst sich geirrt haben sollte.

3.3.3. Partitionen

Die Terminologie, die NetBSD für die Partitionierung benutzt, unterscheidet sich von der typischen DOS/Windows- Terminologie. Faktisch gibt es da zwei Schemata für die Partitionieruung. NetBSD installiert sich in einer der vier primären BIOS- Partitionen (die in der Festplatten-Prtitionstabelle definiert werden).
In seiner BIOS- Partition (auch »Slice« genannt) definiert NetBSD seine Partitionen mit Hilfe eines »Disklabes«. Diese Partitionen können nur von NetBSD gesehen werden und identifizieren sich durch Kleinbuchstaben (Beginnend mit »a«). wd0a ist beispielsweise die »a«- Partition auf der ersten IDE-Festplatte (wd0 und sd0a ist eben die erste »a«- Partition auf der ersten SCSI- Platte. In Bild 3-1 gibt es zwei ptimöre BIOS- Partitionen. Eine benutzt DOS und die andere NetBSD. NetBSD beschreibt das Layout der Platte durch das Disklabel.

Bild 3-1. Partitionen

Anmerkung: Die Bedeutung der Partitionen »c« und »d« ist typisch für den i386- Port. Andere Ports benutzen andere Konventionen (Bsp.: »c« repräsentiert die ganze Platte).
Anmerkung: Wenn NetBSD die Platte mit einem anderen OS teilen muss (wie im vorigen Beispiel), musst Du möglicherweise einen Bootmanager installieren; ein Programm also, dass Dir die Wahl des zu startenden Betriebsystems beim Bootvorgang erlaubt. Sysinst kann einen einfachen und effektiven Bootmanager installieren.
Wenn Windows NT auf der selben Platte installiert ist, kannst Du den NT- Bootmanager benutzen, um NetBSD zustarten. Ein einfacher Weg, um das einzurichten, ist auf der NetBSD- Website beschrieben.

3.3.4. Benötigter Plattenplatz

Der Platz, den NetBSD für seine Installation voraussetzt, hängt davon ab, was Du mit der Maschine tun willst (Bsp. Server oder Workstation). Beispiel: Wenn Du ein normales Desktop- System für den Hausgebrauch nebst X, den Kernelquellen und ein paar Applikationen wie Netscape auf einer 420MB- Platte installieren willst (was heutzutage schon sehr klein ist): Die Swap- Partition ist 32 MB gross. »df« gibt dann das hier aus:
Filesystem  1K-blocks     Used    Avail Capacity  Mounted on
/dev/wd1a       31887    16848    13444    56%    /
/dev/wd1e      363507   173202   172129    50%    /usr
      
Wie Du sehen kannst, hast Du noch 180 MB übrig. nach oben

3.3.5. Neuer Versuch

Wenn Du zum ersten Mal ein Betriebssystem installierst, wird Dir das kaum auf Anhieb gelingen. Das gilt auch für NetBSD. Gerade, wenn alles glattging, wirst Du kurz nach der Installation vielleicht feststellen, dass Du (wieder ein Beispiel) das Layout Deiner Platten vielleicht anders hättest anlegen sollen. Es ist wichtig, hier nicht aufzugeben; wenn Du es noch einmal versuchst, wirst Du begreifen, dass es eben nicht soo einfach ist, alle Abläufe im ersten Anlauf zu begreifen. Vieles wird eben erst später klar, wenn man die ersten Erfahrungen gesammelt und sich das INSTALL- Dokument mehrfach durchgelesen hat. Während der ersten Installation ist es eigentlich eine weise Entscheidung, die Defaultwerte zu akzeptieren, die sysinst einem so anbietet und aufÄndereungen, beispielsweise am Disklabel, zu verzichten. Das einzige, das Du entscheiden musst, ist die Grösse des Plattenplatzes, den NetBSD für sich in Anspruch nehmen darf.

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3.4. Installationsbeispiel

Der wesentliche Teil dieses Kapitels dreht sich um eine reale Installation für ein gängiges System in einer weit verbreiteten Vorgehensweise: Der Installation von einer CD-ROM. Die Konzepte sind in allen Arten der Installation die selben; der einzige Punkt, der einen Unterschied ausmacht, ist der Weg, auf dem die Binary- Sets über sysinst ihren Platz auf der Platte finden (Bsp.: ftp). Bitte denke daran, dass sich einige Details der Installation von Release zu Release unterscheiden können: Dieses Beispiel orientiert sich an Version 1.5. Um einen gewissen Lerneffekt zu erreichen, wird in dieser Prozedur immer der »schwierigste« Weg gewählt. Dieses Sortiment von Wahlmöglichkeiten vermittelt den Eindruck, dass es sehr kompliziert ist und eine Menge Arbeit verlangt: Bedenke aber, dass mit dem Akzeptieren der Defaults die ganze Angelegenheit weitaus einfacher ist. Andererseits ist ein Tutorial, das nur die »einfachen« Bestandteile einer Installation erläutert, nicht der nützlichsten Eines (Die Marketingabteilungen einiger bekannter Firmen sehen das aber anders...).

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3.4.1. Vorbereitung der Installation

Vor der Installation ist es zweckmässig, sich einen detaillierten Plan über die Schritte, die Du gehen musst zurechtzulegen. Als Erstes: Lies die »INSTALL«-Datei (Es sei hiermit versprochen, dass ich das zu letzten Male sage ;-)); lies die Beschreibung der Installation und überprüfe die Hardwarekompatibilitäten. Der nächst Schritt: Wenn schon etwas auf der Platte herumliegt, überlege Dir, wie Du Platz schaffen kannst. Wenn NetBSD den Platz mit einem anderen System teilen muss, wirst Du vielleicht eine neue Partition erstellen müssen (was Du mit sysinst ohnehin tun wirst); und vielleicht musst Du eine existierende Partition in der Grösse verändern. Man kann mit sysinst die Grösse einer existierenden Partition nicht ändern; aber es gibt da ein paar kommerzielle Produkte (wie Partition Magic), und einige freie Tools (fips, pfdisk), die das können. Die Installation gliedert sich in zwei logische Schritte. Im ersten Teil erstellst Du die Partition und schreibst das Disklabel für NetBSD. Im zweiten Teil legst Du fest, welche Binärpakete in den neuen Partitionen installiert und extrahiert werden sollen. Der erste Teil ist unabhängig von der Installationweise (CDROM; NFS;FTP...). Am Ende des ersten Teils wurde noch nichts auf die Platte geschrieben; Du wirst nun gebeten, weiterzumachen. Wenn Du weitermachen willst; geht es weiter; ansonsten geht das Programm in das Hauptmenü zurück und die Platte bleibt unverändert.

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3.4.2. Herstellen der Installationsdisketten

Notiz: Wenn Du ein bootfähiges CD-ROM-Laufwerk hast, brauchst Du keine Installationsdiskette: Schalte die«Boot from CD-ROM« in Deinen BIOS- Einstellungen ein; lege die CD ein und starte die Maschine neu. Diese Optionen gibt es eventuell nicht auf älteren Maschinen.
Bevor Du installierst, musst Du die Installationsdiskette erstellen, indem Du das Floppy- Image von der CD-ROM auf eine Diskette kopierst. Um das in DOS durchzuführen, kannst Du das »rawrite«- Programm im »i386/installation/mic«- Verzeichnis verwenden. Die Imagedatei ist »i386/installation/floppy/boot.fs«.
Bevor Du damit anfängst, stelle sicher, dass die Installationsdisketten in Ordnung sind. Dieser Aspekt wird oft übersehen und kann Dir eine Menge Ärger ersparen.
  1. Formatiere die Diskette
  2. Gehe in das Verzeichnis »i386\INSTALLATION\FLOPPY« auf der CD-ROM.
  3. Starte das »\misc\rawrite«- Programm. Das »source file« ist »BOOT.FS« ud der »Destination drive« ist A:
Wenn Du die Disketten in einer Unix- Umgebung erstellst, kannst Du das mit dem »dd«- Kommando machen; Beispiel:
# cd i386/installation/floppy
# dd if=boot.fs of=/dev/fd0a bs=36b
      
»dd« kopiert 512-Byte- Blöcke: Die »bs=36b«- Option kopiert 35 Blöcke auf einmal; Der Effekt ist, dass die Operation dann etwas schneller geht.
Notiz: Eine 1440k- Floppy besitzt 1474560 Bytes, die sich auf 80 Zylinder, 2 Spuren, 18 Sektoren und 512 Byte pro Sektor verteilen (80*2*18 = 2880 Blöcke). Das »bs=36b« kopiert einen Zylinder (18*2 Blöcke) gleichzeitig und wiederholt die Operation 80 mal anstatt 2880 mal...

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3.4.3. Die letzen Vorbereitungen

Jetzt ist alles für die Installation vorbereitet; aber bevor Du durchstartest, ist es besser, noch etwas Information über die Hardware des PCs zu sammeln. Am wichtigsten ist es, den Typen der Festplatte (IDE, SCSI) und die Geometrie zu kennen. Du findest die Information entweder im Hanbuch der Disk oder mit Hilfe eines Diagnoseprogramms. Manche Platten besitzen auch einen Aufkleber, auf dem diese Daten stehen. Ein anderer Weg ist es, auf der Website des Herstellers nach einigen Informationen zu suchen. Wenn Du via ftp oder NFS installierst, solltest Du auch die Hardwareeinstellungen Deiner Netzwerkkarte kennen: Wenn der Installationskernel eine NE2000- kompatible Karte auf einem Interrupt erkennt, aber die Einstellung nicht mit der Erkenntnis des Kernels übereinstimmt; wirst Du nicht installieren können. Beispiel: Der Kernel kann eine NE2000- kompatible Karte mit den folgenden zwei Einstellungen erkennen:
ne0     at isa? port 0x280 irq 9        # NE[12]000 ethernet cards
ne1     at isa? port 0x300 irq 10
        
Wenn Deine Netzwerkkarte anders eingestellt ist, wird der Kernel sie nicht finden (nach der Installation kannst Du allerdings einen eigenen Kernel mit Deinen Einstellungen kompilieren). Wo Du gerade dabei bist, solltest Du auch nach den anderen Harwaredetails Ausschau halten, wie die Anzahl der seriellen und parallelen Ports etc.. Das wird für die Installation zwar nicht verlangt, aber es kann später von Nutzen ein. Vergleiche Deine Einstellungen mit denen, die in der »INSTALL«- Datei stehen.
Hinweis: Du kannst auch installieren, wenn Du die Geometrie Deiner Platte nicht kennst; genau, wie Du die anderen Details der Maschine nicht genauestens kennenmusst; Du musst Dich dann allerdings darauf verlassen, dass sysinst alles richtig macht.
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3.4.4. Der Anfang

Schiebe die frischerzeugte Bootdiskette in in Laufwerk a: und starte das System neu (oder boote von der CD). Der Kernel wird gebootet und beginnt damit, eine Menge Meldungen auf dem Bildschirm anzuzeigen. Die meisten von ihnen sagen etwas darüber, ob Hardware nicht gefunden oder nicht konfiguriert wurd. Das ist normal: Der Kernel auf dem Bootmedium versucht die gesamte Hardware zu finden, die von NetBSD unterstützt wird. Du wirst seeehr wahrscheinlich nicht alle diese Geräte in Deiner Maschine haben.

Bild 3-2. Der Beginn der Installation

Wenn die Maschine mit dem Booten fertig ist, wirst Du Dich im Hauptmenü des Installationsprogramms wieder finden, wie in Bild 3-2 gezeigt. Wundere Dich nicht über das spartanische Aussehen von sysinst: es ist ein wirklich leistungsfähiges und flexibles Programm. Ab hier solltest Du den Anweisungen auf dem Bildcschirm folgen und das »INSTALL«- Dokument als Referenz benutzen. Die verschiedenen sysinst- Bildschirme besitzen alle mehr oder weniger dasselbe Layout: Im oberen Teil des Monitors wird eine kurze Beschreibung der aktuellen Operation oder eine kurze Hilfestellung gegeben; der mittlere Teil zeigt die aktuellen Einstellungen, die NetBSD gefunden hat und unten findet sich ein Menü, aus dem Du verschiedene Punkte wählen kannst. Die »Install«- Wahl bringt Dich auf den nächsten Bildschirm, (Bild 3-3) auf dem Du die Installation bestätigst.

Bild 3-3. Bestätigung der Installation

Nachdem Du Dich für »continue« mit Option b entschieden hast, is es Zeit, festzulegen, auf welche Festplatte NetBSD installiert werden soll. Wenn es mehr als eine Platte gibt, zeigt sysinst eine Liste mit allen vorhandenen Platten, von denen Du Dir eine aussuchen kannst In unserem Beispiel haben wir nur eine Festplatte und das Installationsprogramm zeigt uns nur eine informelle Nachricht, zu sehen in Bild 3-4.

Info: Die Informationen auf diesem Bildschirm sind abhängig von Typ und Anzahl der auf dem System installierten Platten.

Bild 3-4. Eine Platte auswählen

Als nächstes zeigt sysins die BIOS- Geometrie für die gewählte Platte. Du kannst das als korrekt bestätigen oder, falls das Installationsprogramm im Irrtum ist, neue Werte von Hand eingeben.

Bild 3-5. BIOS Geometrie:

3.4.5. Partitionen

Der erste wichtige Schritt in der Installation muss nun getan werden: Die Partitionierung der Festplatte. Als erstes musst Du angeben, ob NetBSD einen Teil (empfohlen) oder die gesamte Platte benutzen soll (»gefährliche Wahl«). Im ersten Fall ist es immer noch möglich, eine Partition zu erstellen, die die gesamte Platte benutzt. Ergo empfehle ich, diese Option zu verwenden, die, wenn ich das richtig verstanden habe, die BIOS- Partitionstabelle in einem Format anlegt, das auch mit anderen Betriebssystemen kompatibel ist.
In diesem Beispiel benutzen wir eine Platte mit der folgenden »realen« Geometrie; korrespondierend mit der BIOS- Geometrie in Bild 3-5.
6232 cyl, 16 heads, 63 sec  (6232 x 16 x 63 = 6281856 total sectors)
1 sector = 512 bytes
1 track = 63 sectors = 63 * 512 bytes = 32 K
1 cylinder = 16 * 63 * 512 bytes = 504 K
      

Bild 3-6. Auswahl des Partitionsschemas

Der nächste Schritt, der in Bild 3-7 gezeigt wird, ist die Auswahl einer Masseinheit für die Partitionierung der Platte: Sektoren bieten einem hier die grösste Flexibiltät und Präzision (Es ist für gewöhnlich aus Performancegründen besser, die Partitionsgrössen an die Zylinder zu binden. Zumindest für ältere Platten gilt das.). Megabytes sind allerdings einfacher und »intuitiver« zu benutzen, weil man sich so ein bisschen Rechenarbeit erspart. Bild 3-7. Masseinheit auswählen

In diesem Tutorial werden wir allerdings Sektoren verwenden, weil ihr Gebrauch für Lehrzwecke geeigneter ist. Option »c« bringt Dich auf den fdisk- Bildschirm. Bild 3-8. fdisk

Bild 3-8 zeigt die Situation auf der Festplatte vor der Installation von NetBSD. Da sind schon vier primäre Partitionen: Auf einer liegt DOS/Windows und zwei sind von GNU/Linux belegt. Es gibt keinen freien Platz auf der Platte: Die »End«- Spalte von Partition 2 zeigt, dass die 6281856 Sektoren der Platte vollständig belegt sind.

Hinweis: Im fdisk- Bildschirm wird folgende Formel angezeigt:
Start(sec) + Size(sec) = End(sec)
      
Das bedeutet, dass die »End(sec)«- Spalte einer Partition der »Start(sec)«- Spalte der nächsten entspricht, was nicht sehr intuitiv ist, weil der Sektor in der »End(sec)«- Spalte einer Parttion aktuell schon der nächsten gehört. Disklabel benutzt eine andere (und logischere) Konvention.
Um Platz zu schaffen, müssen die beiden Debian GNU/Linux- Partitionen dran glauben; die letzte zuerst. Sysinst zeigt einen Bildschirm, auf dem die vorhandenen Daten für eine Partition geändert werden können und Bild 3-9 zeigt die aktuellen Daten für Partition 2.

Bild 3-9. Löschen einer Partition

Um eine Partition zu löschen, wird »unused« mit der Option »a« gewählt; anschliessend verlässt Du mit der Option »b« die »Start« und »Size« - Felder im leeren Zustand (einfach Enter drücken). Zum Schluss bestätigst Du den Typ »unused« mit der Option »d«; un schon bist Du wieder im fdisk- Hauptbildschirm, in dem Pertition nun leer ist. Benutze dieselbe Methode, um Partition 2 und 1 zu löschen. Lasse nur Partition 0 auf der Platte (Bild 3-10).

Bild 3-10. Gelöschte Partition

Nur die DOS/Windows- Partition bleibt in der Grösse von 2088516 Sektoren erhalten, was 1029 MB entspricht (etwas mehr als 1 Gigabyte). Der freie Platz ergibt sich aus der Gesamtzahl der Sektoren abzüglich des von DOS/Windows genutzen und dem Endsektor der DOS- Partition (Die Zahl in der »End(sec)- Spalte):

6281856 - 2088579 = 4193277 sectors = 2047 MB frei auf der Platte  
Hinweis: Die DOS- Partition beginnt bei Sektor 64 und nicht bei Sektor 0, wie Du vielleicht glaubst. Ds ist nicht ungewöhnlich: Die erste Spur (63 Sektoren) ist reserviert. Auf Spur 0, Sektor 1 der Platte ist der Master-Boot-Record (MBR). Wenn das System das BIOS gebootet hat, lädt das BIOS den MBR von der Platte in den Speicher, ermittelt, welche Partition aktiv ist und lädt den Bootsektor dieser Partition in den Speicher, um um ihm dann das Heft zu übergeben. Dann startet der Bootsektor das Betriebssystem auf seiner Partition.
Wenn Du jetzt die Option »b« verwendest, wird eine neue Partition für NetBSD erstellt, die am Ende der DOS- Partition beginnt. Um diese neue Partition zu erstellen, müssen diese Informationen vorhanden sein: Wähle den Typ »NetBSD« für die neue Partition (Option a: »kind«) und gib die berechneten Daten ein (Option »b«): Start: 2088579 und Grösse: 4193277. Prüfe diese Eingabe auf Korrektheit und stimme der Erstellung mit Option »d« zu; was Dich in das fdisk- Hauptmenü zurückbringt. Das Ergebnis wird in Bild 3-11 gezeigt, das das endgültige Layout der Partitionstabelle zeigt. Jetzt gehst Du mit der Option »x« zum nächsten Menü.

Bild 3-11. Die fertigen Partitionen

Hinweis: sysinst für NetBSD 1.5 prüft auch die Start- und Endsektoren der unbenutzten Partitionen; nur die Information darüber wird nicht auf dem Bildschirm ausgegeben. Deshalb kann es passieren,dass das Programm eine Warnung über überlappende Partitionen ausgibt, besonders, wenn alles auf dem Schirm korrekt erscheint. Ich rate dazu, die Startsektoren und die Grössen der Partitionen genau anzugeben.
Wenn Du in der Partitionerung einen Fehler gemacht hast (vielleicht überlappen sich da ja zwei Partitionen); wird sysinst eine Nachricht ausgeben und empfehlen, zum fdisk- Menü zurückzugehen (es ist aber auch erlaubt, weiterzumachen). Wenn die Daten auf der NetBSD- Partition korrekt sind, aber die NetBSD- Prtition ausserhalb der Sektoren liegt, die das BIOS booten kann, warnt sysinst Dich und fragt, ob Du irgendwie weitermachen willst. Das kann bei älteren PCs zu Problemen führen: Der PC in unserem Beispiel bekommt diese Warnung, bootet aber perfekt. Es ist nicht möglich, hier eine generelle Regel zu setzen (hägt vomBIOS ab). Wenn der PC nicht sehr alt ist, kannst Du die Warnung meistens ignorieren und mit der Installation fortfahren.
Anmerkung: Das ist kein von NetBSD gesetztes Limit. Einige alte BIOSe können nicht von einer Partition booten, wenn sie oberhalb des 1024. Zylinders liegt. Um das Problem voll und ganz zu verstehen, solltest Du die verschiedenen BIOSe und die vielen Adressschemata untersuchen, die sie verwenden (phylikalische CHS, logische CHS, LBA usw...). Diese Dinge werden in diesem Guide nicht beschrieben.
Mit den meisten neueren BIOSen, die int13- Erweiterungen unterstützen, ist es möglich NetBSD auch von Partitionen zu booten, die ausserhalb der ersten 8 GB der Festplatte liegen, vorausgesetzt, der NetBSD- Bootselector ist installiert.
Wenn die Daten korrekt sind und sysinst herausfindet, dass da mehr als ein Betriebssystem auf der Festplatte installiert ist, bietet es an, ein Bootmenü auf der Platte zu installieren. Mit dem Installationsprogramm kannst Du beides tun: Den Bootmanager installieren und ihn konfigurieren. Du musst nur die Zeichen angeben, die im Bootmenü für jedes Betriebssystem beim Systemstart ausgegeben werden. Ausserdem musst Du angeben, weches System beim Start als Defaultwert hochgefahren werden soll, wenn der Benutzer keine Auswahl trifft. Dieser Bildschirm wird in Bild 3-12 gezeigt.
Hinweis: Du kannst mit den »> und »<«- Tasten navigieren, wenn die Funktionstasten nicht funktionieren.

Bild 3-12: Konfiguration des Bootselektors

Wähle die Partitionen aus, auf die der Bootmanager zugreifen soll und definiere einen Namen für den Menünamen mit Hilfe der Optionen »a« bis »d«. In der Menü- Eintragsspalte solltest Du einen Eintrag für jede bootfähige Partition sehen, wie in Bild 3-13 zu sehen ist.

Bild 3-13. Konfiguration des Bootmanagers

Mit Option »e« kannst Du die Zeit festlegen, die der Bootmanager warten soll, bis er weitermacht: Wenn eine definierte Zeitspanne ohne Auswahl des Users erreicht ist, wird von der als Defaultwert eingestellten Partition gebootet. Du kannst eine der folgenden als Defaultwerd nutzen:

Wenn Du mit der Konfiguration des Bootmanagers fertig bist, ist der erste Teil der Installation, das Partitionieren der Festplatte zu Ende. Die BIOS- Partitionen, in NetBSD such slices genannt, sind erstellt worden; es gibt jetzt zwei Slices: DOS und NetBSD. Es ist jetzt Zeit, die NetBSD- Partitionen zu definieren.

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3.4.6. Das Disklabel

Es gibt drei Alternativen, die NetBSD- Pertitionen zu erstellen, wie in Bild 3-14 gezeigt wird.

Bild 3-14. Disklabel

Wenn Du zum erstenmal eine Installation durchführst, empfehle ich »a« oder »b«; und sysinst damit die Entscheidung über die Partitionierung zu überlassen. In diesem Beispiel wird das Leben allerdings etwas komplizierter, weil wir das Disklabel manuell ändern wollen (Nur zu Lehrzwecken natürlich).

Hinweis: Gerade wenn Du dem System die Entscheidung überlässt, ist es immer noch besser, das Disklabel sorgfältig zu überprüfen. Wenn der Platz auf der Platte unzureichend ist, ist das 2.5-sysinst intelligent genug, es herauszufinden und Dich zu warnen. Ältere Versionen taten das nicht und erstellten in aller Schweigsamkeit ungültige Partitionen.

3.4.7. Herstellen eines Disklabels

Als Erstes lassen wir das Installationsprogramm automatisch ein Disklabel erstellen. Greife zu Option »b« von Bild 3-14 und wir kommen zu Bild 3-15.

Bild 3-15. Standarddisklabel

Wenn das getan ist, brauchst Du nur alles für richtig zu befinden und zu bestätigen (mit Option »b«); damit ist Deine Arbeit erledigt. Stattdessen lass uns mal sehen, was zu tun ist, wenn die Swap- kleiner und die /usr«- Partition grösser werden sollen. Um die Grösse zu ändern wählst Du die »a«- Option: Im neuen Bildschirm wechseln wir die Masseinheit in Sektoren. Das Ergebnis siehst Du in Bild 3-16.

Bild 3-16. Modifikation des Disklabels (sec)

Die Identifikatoren der Partitionen sind standardisiert: Einige Buchstaben sind vordefiniert:

Anmerkung: Was unter einer Partition zu verstehen ist, kann sich von Port zu Port unterscheiden. In dieser Beschreibung geht es speziell um den i386- Port.
Im Normalfall wirst Du die Partitionen »b« und »c« nicht ändern wollen. Es steht Dir aber frei, die Grössen und Mountpoints zu ändern und neue Partitionen zu ertellen (maximal 8, benutzt werden die Buchstaben e bis h). Wenn Du die Swap- Partition ändern willst, musst Du Partition »b« modifizieren. Du wirst auch Partition »e« ändern, so dass sie direkt hinter dem Ende der Partition »b« endet. Die Partitionen »c« und »d« bleiben unverändert. Du erstellst jetzt eine 150 MB (307200 Sektoren) grosse Swap- Partition; was bedeutet, dass »b« bei Sektor 2524032 startet und bei 2831231 (2524032+307200-1) endet:
id:      Size    Offset       End FStype Bsize Fsize Mount point
---      ----    ------       --- ------ ----- ----- -----------
 a:    435453   2088579   2524031 4.2BSD  8192  1024 /
 b:    307200   2524032   2831231   swap
 ...
      
Der neue freie Platz geht an Partition »e«, die so aussieht: Start: 2831232; Grösse: 3540624 und Ende:6281855. Diese Werte werden wie folgt berechnet: »Start« ist der Sektor, der unmittelbar auf den Endsektor von Partition »b« folgt; »Ende« ist gelich dem letzten Sektor der NetBSD- Partition; »Grösse« ergibt sich aus »Ende- Offset + 1.
id:      Size    Offset       End FStype Bsize Fsize Mount point
---      ----    ------       --- ------ ----- ----- -----------
 a:    435453   2088579   2524031 4.2BSD  8192  1024 /
 b:    307200   2524032   2831231   swap
 ...
 e:   3450624   2831232   6281855 4.2BSD  8192  1024 /usr
      
Das Beispiel zeigt das Disklabel, das Du willst. Mit Option »b« und »e« kannst Du die berechneten Daten eingeben. Das ist in Bild 3-17 dargestellt.

Bild 3-17. Modifizieren einer NetBSD- Partition

Bild 3-18 zeigt das geänderte Disklabel

Bild 3-18. Modifiziertes Disklabel

Partitionsgrössen: Es ist sehr schwierig, eine generelle Regel für eine Entscheidung darüber zu geben, wie gross die einzelnen Partitionen und ihre günstigsten Grössen sein sollen: Das hängt davon ab, was der Computer tun soll (Server, Workstation, Mailserver...). Das ist der Grund für die Empfehlung, die von sysinst erzeugten Defaultwerte zu verwenden. Ein komplexer Server braucht wahrscheinlich eine weitaus ausgefeiltere Partitionierung. Darauf wissen die Leute Antwort, die öfter mit der Materie zu tun haben.
Wenn Du mit den Resultaten zufrieden bist, kannst Du Option »x« anwählen, um die Sachen zu speichrn und das Programm zu verlassen. Du bist jetzt zurück in Bild 3-15, wo Du Option »b« anwählen kannst.

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3.4.8. Abschliessende Operationen

Der schwierige Teil (Erstellen der BIOS- und BSD- Partitionen) ist jetzt vorbei. Der übrige Teil der Installation ist weitaus einfacher. Du kannst die Festplatte jetzt mit einem Namen versehen (Defaultwert ist »mydisk«) und die gemachten Operationen bestätigen.
Hinweis: Alles, was Du bis hierher getan hast, wurde nicht auf der Platte abgelegt: Es ist Dir immer noch möglich, Deine Meinug zu ändern und zum sysinst- Huptmenü zurückzugehen, ohne irgendwelche Spuren auf der Platte zu hinterlassen.
Sysinst wird jetzt die Partitionen und die Dateisysteme mit fdisk, newfs, fsck und installboot erstellen. Dann werden wir die NetBSD- Sets installieren.

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3.4.9. Auswahl des Installationsmediums

Mit dem ersten und schwierigstn Teil der installation bist Du nun fertig. Im nächsten Schritt wählst Du den Typ der Installation aus, der »full« sein kann und alle Sets installiert oder »custom«, wodurch Du die Wahl zwischen den angebotenen Sets hast. Wenn Du keinen Platzmangel auf der Platte hast, empfehle ich Ersteres. In diesem Beispiel wählen wir »custom«, nur um zu zeigen, wie das aussieht. Das bringt Dich nach Bild 3-19.

Bild 3-19: Auswahl der Sets

Die ersten drei Sets sind obligatorisch: Ohne sie funktioniert das System nicht. Du kannst Die Installation der einzelnen Sets mit Hilfe der einzelnen Optionen festlegen. Anfangs sind alle Pakete für die Installation ausgewählt, was dasselbe ist wie die vorhin beschriebene »full«-Option. Lass alles so stehen und gehe zur nächsten Option: »x:Exit«. sysinst fragt Dich jetzt, ob Du während der Extraktion der Sets die Dateinamen sehen willst. Jetzt muss sysinst die NetBSD- Sets finden (die ».tgz«- Dateien). Du musst sysinst diese Information zukommen lassen. Das Menü bietet verschieden Möglichkeiten:

Bild 3-20. Installationsmedien

Die einzelnen Optionen werden im »INSTALL«- Dokument detailliert beschrieben. Es ist auch möglich, von einem nicht gemoutetem Dateisystem zu installieren (vorausgesetzt, dass der Typ erkannt wird): Das heisst, dass es auch möglich ist, alle Sets auf eine MS-DOS- Partition zu kopieren und von da aus die Installation durchzuführen.

Bild 3-21. Installation von CD-ROM

Wenn Du »cdrom« anwählst, fragt sysinst nach dem Gerätenamen (z.B. »cd0«) und mountet es automatisch. Du solltest ausserdem den Pfadnamen ändern, wenn dieser vom Defaultwert abweicht. Beispiel: Wenn Die NetBSD- Distribution im »NetBSD-1.5«- Verzeichnis liegt, benutzt Du Option »b« wie hier:

/NetBSD-1.5/i386/binary/sets
      
Hinweis: Wenn Du keine US- Tastatur verwendest, solltest Du mit dem »/«- Zeichen vorsichtig sein... Siehe Sektion 3.3.1
Der CD-ROM- Gerätename: Wenn Du den Gerätenamen des Leufwerks nicht kennst, kannst Du ihn auf folgendem Weg herausfinden:
  1. »CTRL-Z« drücken, um sysinst zu unterbrechen und zum Shellprompt zu kommen (nettes Feature!)
  2. Gib dieses Kommando ein:
    # cat /kern/msgbuf
          
    Damit zeigst Du die Startup- Nachrichten des Kernels an, einschliesslich des CD-ROM- Gerätes (Beispiel: cd0)
  3. Wenn das Display zu schnell scrollt, kannst Du den »ed«- Editor benutzen.
    # ed /kern/msgbuf
          
  4. Gehe mit diesem Kommando in das Installationsprogramm zurück:
    # fg
          
Am Ende der Installation gibt sysinst eine Nachricht aus, dass alles gut gegangen ist. Mit Option »a:ok« werden die Device- Dateien erstellt.

Bild 3-22. Herzlichen Glühstrumpf!

Die Installation ist gelaufen. Mit sysinst kannst Du jetzt ein wenig Systemkonfiguration machen, bevor Du neu startest. Als erstes konfigurierst Du die Zeitzone und im nächsten Bildschirm erstellst Du das Passwort fü root. Jetzt ist es Zeit, das System neu zu starten. Wähle »a:ok« und gehe zurück in das Hauptmenü. Nimm die Bootdiskette aus dem Schlund Deines Laufwerks und Wähle Option »d: Reboot the computer«

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