Während des ersten Startes hast Du eine Grundkonfiguration Deines System aufgesetzt. Dieses Kapitel beschreibt einige Kommandos und Operationen
# dmesg | more
Wenn irgendwas in Deinem System nicht zu funktionieren scheint und Du
in einer der NetBSD- Mailinglisten um Hilfe bittest, vergiss nicht,
den relevanten System- Output in Deine Mail mit einzubauen. Ohne diese
Informationen kann Dir niemand weiterhelfen.
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Seit NetBSD 1.4.2 legt der Bootprozess eine Kopie des dmesg-
Outputs in »/var/run/dmesg.out« ab. Diese Funktion ist
von grossem Nutzen, weil das System mit der Zeit alte dmesg-
Meldungen »ausscrollt«
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# dmesg | grep ^cd
cd0 at atapibus0 drive 1: <ASUS CD-S400/A, , V2.1H> type 5 cdrom removable
ist der Gerätename cd0 und Du kannst die CD- Rom mit diesen Kommandos mounten:
# mkdir /cdrom
# mount -t cd9660 -o ro /dev/cd0a /cdrom
Um die Dinge einfacher zu machen, kannst Du eine Zeile in »/etc/fstab« einfügen:
/dev/cd0a /cdrom cd9660 ro,noauto 0 0
Ohne neu zu booten, kannst Du die CD-Rom so mounten:
# mount /cdrom
Wenn eine CD-Rom gemountet ist, kannst Du sie nicht von Hand auswerfen. Du musst sie immer unmounten, bevor Du das tust:
# umount /cdrom
Es gibt auch ein Kommando dafür:
# eject /dev/cd0a
# mount -t msdos /dev/fd0a /mnt
Anstelle von »/mnt« kannst Du auch jedes andere Verzeichnis verwenden; Du kannst auch ein »/floppy«- Verzeichnis erstellen, wie Du das für die Cd-Rom getan hast. Wenn Du oft mit MS-DOS- Disketten arbeitest, wirst Du das »mtools«- Paket installieren wollen, mit dem man auf eine Diskette oder Festplattenpartition dieser Art zugreifen kann, ohne dauernd mounten zu müssen. Es für den schnellen Kopiervorgang auf eine Diskette sehr praktisch.
# fdisk wd0
NetBSD disklabel disk geometry:
cylinders: 6232 heads: 16 sectors/track: 63 (1008 sectors/cylinder)
...
Partition table:
0: sysid 6 (Primary 'big' DOS, 16-bit FAT (> 32MB))
start 63, size 2088516 (1019 MB), flag 0x80
beg: cylinder 0, head 1, sector 1
end: cylinder 259, head 0, sector 4
1: sysid 169 (NetBSD)
start 2088579, size 4193277 (2047 MB), flag 0x0
beg: cylinder 259, head 0, sector 4
end: cylinder 779, head 0, sector 1
2: <UNUSED>
3: <UNUSED>
Hinweis: Dieses Beispiel nutzt die wd0- Festplatte.Der Output des fdisk- Kommandos sagt uns, dass die DOS- Partition bei Sektor 63 beginnt und eine Grösse von 2088516 Sektoren hat. Die NetBSD- Partition beginnt bei Sektor 2088579(2088579 = 2088516 + 63). Du benutzt diese Daten, um das BSD- Disklabel zu modifizieren: Alles, was Du tun musst, ist, eine Zeile hinzuzufügen, in der steht, wo sich diese Partition befindet und von welchem Typ diese MS-DOS- Partition ist, in dem Du einen der noch nicht genutzten Partitions- ID- Buchstaben dazu benutzt. Für diesen Zweck gibt es das Kommando disklabel. Wenn Du den -e Parameter an das Kommando dranhängst, benutzt das Programm Deinen Lieblingseditor ($EDITOR), um das Disklabel zu modifizieren. Beispiel:
# disklabel -e wd0
...
# size offset fstype [fsize bsize cpg]
...
e: 3450624 2831232 4.2BSD 1024 8192 16 # (Cyl. 2808* - 6231)
f: 2088516 63 MSDOS
Die Partitionen von »a« bis »e« werden bereits von NetBSD benutzt. Die erste freie ID war »f«. Die Grössen- und die »offset«- Felder wurden mit den vorher berechneten Zahlen gefüllt. Als nächstes musst Du Dir einen Mountpoint verschaffen. Das hier bietet sich an:
# mkdir /msdos
Zu guter Letzt wird zu der »/etc/fstab« noch eine Zeile hinzugefügt.
/dev/wd0f /msdos msdos rw,noauto 1 3
Jetzt kann die Dos- Partition mit einem einfachen Kmmando gemountet werden:
# mount /msdos
Mit dieser Methode können FAT und FAT32- Partitionen gemountet werden. Wenn das automatisch passieren soll, musst Du nur die »noauto«- Otion aus der »/etc/fstab« entfernen.
/dev/wd0f /msdos msdos rw 1 3
# man adduser
Wenn Du Dich nach den Instruktionen in dieser Manpage richtest, wirst Du beginnen, vipw zu benutzen, das das Standard- Administrationstool für neue Benutzerkonten unter NetBSD ist.
Hinweis: Mit NetBSD kommt ein ganzer Satz dieser Werkzeuge; ein useradd- Kommando und auch andere. Um einen neuen User anzumelden, musst Du das hier eingeben:
# useradd -m joe
Die Standardeinstellungen für das useradd- Kommando können geändert werden. Wie das geht, steht in der useradd(8) Manpage.
Wenn Du eine frühere Version von NetBSD hast und Du neue Konten nicht manuell einrichten willst, kannst Du dafür ein Paket installieren; beispielsweise addnerd aus der Packages- Sammlung. Ich empfehle allerdings dringend, mal einen Blick auf die Manpage zu werfen und mindestens ein Benutzerkonto manuell einzurichten.
Wie Du siehst, werden Passwörter von NetBSD automatisch gehandhabt. Wenn Du vipw benutzt, um die passwd- Datei zu bearbeiten, brauchst Du keine spezielle Administrationsprozedur durchzuführen.
Es ist sehr wichtig, vipw und die andern Tools immer zu benutzen, um ein Benutzerkonto zu verwalten (chfn,shsh,chpass,passwd) und niemals /etc/master.passwd direkt zu ändern.
# shutdown -h now
# shutdown -r now
Zwei andere Kommandos bewirken dasselbe:
# halt
# reboot
halt/reboot und shutdownsind keine Synonyme. Letzteres ist etwas weiter entwickelt. Auf einem Mehrbenutzersystem solltest Du wirklich shutdown benutzen: Du kannst gleichzeitig das System anhalten, die Mitbenutzter informieren und noch einiges Andere. Mehr Informationen steht in den Manpages shutdown(8), halt(8) und reboot (8).