Samba für Leute, die nicht von Windows loskommen

Diese HOWTO ist für Anfänger, die sich zum Kauf einer Redhat- oder Mandrake- Distribution haben hinreißen lassen.

Ok, Du kannst oder willst es mit Microsoft aus irgendwelchen Gründen nicht lassen. Geld Für eine NT- oder Win2000-CD willste nicht ausgeben. Und in den Bau gehen, weil Du eine Raubkopie hast, willste natürlich auch nicht. Wer will das schon? Und vernünftig netzwerken willste auch? Schön. Dann kann Dir geholfen werden.
Es gibt für Linux und andere Unix- Derivate ein Paket namens "Samba", mit dem es möglich ist, ein derartiges heterogenes Netzwerk nebst Windows- Printserver einzurichten. Die Konfigration hängt davon ab, was damit passieren soll.

Drucken: Wenn Du Deinen Drucker unter Linux betreiben willst und Du hast einen Drucker ohne eigenen Prozessor (Die billigen Laserdrucker sind meistens ohne), heißt es: erst einmal ausprobieren, ob sich das Ding unter Linux überhaupt betreiben lässt. Das geht am besten, wenn Du die Redhat- Distribution hast, mit dem Printtool.

Im wesentlichen gehen folgende Drucker: HP Laserjet und alles, was damit kompatibel ist. Darauf achten, daß ein Prozessor in das Ding eingebaut und das Teil PCL5-kompatibel ist. Eine Postscriptmaschine wäre zwar viel besser, ist allerdings für den Privatgebrauch zu teuer. Ein freudlicher Verkäufer wird Dir allerdings einen Blick in die technischen Daten des Handbuches gestatten. Außerdem geht das Ding mit eigentlich allen HP-Tintenstrahldruckern und allen Nadeldruckern, mit denen eine IBM- Proprinter- Emulation möglich ist. Bei Epson gilt es zu probieren, was geht

Logge Dich auf der Linuxmaschine als root ein

Fangen wir mit der Installation des Pakets an:
Mounte die Installations-CD. Suche das Verzeichnis, in dem die Pakete liegen (meistens /Distributorname/RPMS). Starte kpackage oder Gnorpm. Suche ein Paket mit dem Namen Samba. Installiere dieses. Das war Schritt Eins. Starte den Runlevel-Editor über control- panel in Xterm. Da tauchen fünf Listen auf. Eine für alle Daemons, die verfügbar sind und vier oder fünf, in denen die im jeweiligen Runlevel laufenden Daemonen eingetragen sind. Samba muß in Runlevel drei laufen. Wenn Du Deinen Rechner mit X-Window (KDA oder Gnome) betreibst, sind die richtigen Runlevels drei und fünf. Einfach kontrollieren, ob das bei Deinem Rechner so ist. Wenn nicht: einfach ändern. Das war Schritt zwei.

Samba konfigurieren:
Editiere mit einem Tool Deiner Wahl die Datei in /etc. Die heißt smb.conf.
Hier hast Du soviele Möglichkeiten, wie es Rechner auf der Welt gibt. Es gibt kein Patentrezept und kein Allheilmittel gegen Probleme. Ergo gibt es auch keine Konfiguration, die für alle Systeme richtig ist.
Am einfachsten geht das nach folgendem Schema: Mach Deinen Linuxrechner nicht zu Deinem Nameserver. This may cause a lot of problems with your Windows- PPP- configuration. Man verzeihe mir das Englisch... Aber dann geht es nicht mehr so einfach.

Schritt drei:
Überlege Dir, welche Verzeichnisse Du auf Deinem Linux- Fileserver freigeben willst. Üblich ist es, dieses nur mit den /home -Unterverzeichnissen zu machen.
Generiere auf der Linuxmaschine einen User, der mit dem Namen, mit dem Du Dich auf Deiner Windowsmaschine einloggst, identisch ist. Geht mit "useradd [Username]".
Dann bearbeitest Du die Datei /etc/smb.conf. Ich gebe hier mal testweise ein Verzeichnis mit dem Namen "/test" frei. Man hat ja Phantasie... Das sieht etwa so aus:
[test]
path = /test
public = yes
writeable = yes
Wenn mehrere Verzeichnisse freigegeben werden sollen, einfach der Reihe nach in diesem Schema eintragen.
Wir bleiben erst einmal bei unserem Testverzeichnis. Ist ja nur ein Beispiel.
Dann muss das Verzeichnis angelegt und weltlesbar und -schreibbar gemacht werden.Das geht so:
"cd /" (ins Stammverzeichnis springen)
"mkdir test" (Verzeichnis anlegen)
"chmod ugo+rwx test" (Freigabe)

Dann Samba starten mit:
"nmbd -D"
"smbd -D"
Danach solltest Du eigentlich schon auf darauf zugreifen können, wenn Du Dein Netzwerk unter Windows richtig konfiguriert hast.
Jetz gilt es, das System so einzurichten, daß Du weißt, wo du Dich befindst, wenn Du Dich mit Deinem Server verbindest. Auch das ist wichtig. Diese Dinge werden im allgemeinen global, also netzwerkweit, konfiguriert.
Das sieht in etwa so aus und hat so bei mir funktioniert:
[global]
Security = SHARE
server String = Samba %v (Diese Meldung erscheint auf der Windowsmaschine) revalidate = yes (heisst, daß Samba bei jedem Client- Login nach dem Passwort fragen soll. Wenn nicht gewünscht, einfach auf "no" setzen)
strict locking = yes (Verhindert, daß mehrere Leute mit derselben Datei arbeiten)

Dieses gehört an den Anfang der Konfigurationsdatei.
Das soweit für den Anfang.
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