Hier ist das Gesuchte für ehemalige Windows-User!
Was denn, Sie haben Linux und noch irgendein Windows auf Ihrer
Maschine? Das kann, aber muß nicht so sein. Hier habe ich ein Howto
für Sie, mit dem Sie Ihren Datenmüll fach- und umweltgerecht
entsorgen können. Es ist eigentlich ganz einfach: den LILO auf dem
Master-Boot-Record der ersten physikalischen Partition installieren und mit
dem Linux- FDISK die Platte putzen. Vergessen Sie aber vorher
nicht, eventuell wichtige Dateien auf Ihre Linux- Partitionen zu kopieren oder
sie anderweitig zu sichern. Der Grund für einem Wechsel des
Betriebssystems ist simpel:
Es gibt da so ein paar arme Willis, die immer
wieder erfolgreich versuchen, den Rechner (IHREN!) aufzumachen, sprich zu
knacken. Mit einem Windows- Rechner ist das ein Kinderspiel. Mit einem
ordentlichen Linux- System sind derartige Spielchen schon nicht mehr ganz so
leicht. Wenn Sie Ihr Windows-System behalten wollen, klicken Sie hier
Wenn nicht, kann ich Ihnen
vielleicht helfen.
Es ist einfach und es bleibt einfach:
Starten Sie Linux über Ihren Bootmanager.
Loggen Sie sich als Root ein.
Editieren Sie die Datei /etc/lilo.conf (am besten geht's mit "joe") nach
folgendem Muster:
# LILO Konfigurations-Datei
# Start LILO global Section
boot=/dev/hda # bei SCSI-Systemen /dev/sda
#compact # faster, but won't work on all systems.
vga = normal # force sane state
read-only
prompt
timeout=100
# End LILO global Section
# Hier eine Auswahl auf der auf meinem System möglichen Kernel
image = /boot/vmlinuz-2.2.10-14
root = /dev/hda6
label = Linux
image = /boot/vmlinuz-2.2.1-2.2
root = /dev/hda6
label = linne
image = /boot/vmlinuz
root = /dev/hda6
label = fettel #dieser Kernel kam mit der Distribution :-(((brrrrrr!)
Installieren Sie LILO mit dem Befehl /sbin/lilo auf dem Master-Boot-Record
Ihrer Platte.
Kamen irgendwelche Fehlermeldungen?
Nein?
Dann führen Sie einen Probestart durch:
Geben Sie einen der folgenden Befehle ein: "init 6", "shutdown -r now" oder
"reboot".
Holen Sie sich währenddessen etwas von Ihrem
Lieblingskoffeingetränk an Ihre Maschine...
Aber nicht kleckern!
Loggen Sie sich wieder als Root ein.
Starten Sie fdisk unter Linux.
Betrachten Sie sich eingehend die Partitionstabelle ("p" eingeben)
Merken Sie sich die Nummern Ihrer NT-Partitionen.
Geben Sie ein "d" ein. Fdisk fragt Sie nach den Partitionsnummer. Geben Sie
die Nummer Ihrer ersten NT-Partition ein.
Wiederholen Sie diese Schritte, bis alle NT-Partitionen von der Platte
entfernt sind.
Geben Sie ein "n" ein. Sie werden gefragt, ob Sie eine primäre oder eine
erweiterte Partition einrichten wollen. Suchen Sie sich eine Option aus.
Auf einer erweiterten Partition müssen Sie entweder eine oder mehrere
logische Partitionen einrichten, ganz wie Sie es brauchen oder wollen.
Kontrollieren Sie, ob alles korrekt ist. Setzen Sie den richtigen
Partitionstyp. Mit der Eingabe von "l" können Sie sich alle
möglichen Typen anzeigen lassen.
Nochmals kontrollieren.
Alles in Butter?
Wirklich?
Jetzt gibt es nur noch ein zurück: geben Sie "q"ein, wenn Sie die neue
Tabelle nicht schreiben wollen. Wenn doch, geben Sie ein "w" ein.
PUH, geschafft.
Aber wir sind noch nicht ganz fertig.
Formatieren Sie Ihre frisch eingerichteten Partitionen mit "mke2fs /dev/hdaX"
oder "mke2fs /dev/sdaX" je nach Plattensorte.
Kaffezeit!
Anschließend mounten Sie die neuen Partitionen dahin, wo Sie diese haben
wollen. Geht auch automatisch mit einem Eintrag in die fstab.